Terminologiepflege: Das A und O auch auf Corporate Ebene

Ergänzend zum Corporate Design trägt auch die Sprache zur einheitlichen Außendarstellung des Unternehmens bei. Diese sogenannte Corporate Language sollte auch die Terminologie, die Bezeichnungen und Begriffswelt der Produkte umfassen. Viele Unternehmen wollen firmeninterne Prozesse optimieren und Kosten einsparen. 
Diese Entwicklung macht auch auf dem Gebiet der Unternehmenssprache nicht Halt. So lautet häufig die skeptischen Fragen: „Benötigen wir überhaupt eine einheitliche Terminologie für unsere Produkte?“, „Lohnt sich der Aufwand, den wir investieren?“ oder „Wie können wir am Ende davon profitieren?“.

Corporate Language etablieren


Gleichzeitig stehen Unternehmen angesichts der rasant wachsenden Datenmengen und Informationen gerade bei der Einführung neuer Produkte vor Terminologieproblemen. Eine Corporate Language kann nur dann konsistent verwendet werden, wenn sie von Anfang an konsequent und in allen Sprachen gepflegt wird. Eine Vernachlässigung führt sehr schnell zu einer Kostenexplosion in verschiedenen Unternehmensbereichen, da zum Beispiel der Übersetzungsprozess durch eine hohe Outsourcing-Quote geprägt ist. Die Übersetzer sind deshalb auf eindeutige Beschreibungen angewiesen, um effizient und zutreffend die Texte bearbeiten zu können. Sonst wird die Lokalisierung der Produkte aufgrund von Ungereimtheiten komplexer, langsamer und damit auch teurer. Dies kann zur Folge haben, dass im schlimmsten Fall Markteinführungen verschoben werden, Marketing-Material neu gedruckt werden muss oder ausgelieferte Handbücher für den Kunden unverständlich und damit nutzlos sind.

Der Vorteil einer einheitlichen Terminologie ist zunächst schwer messbar, anfangs muss immer Arbeit und damit Geld investiert werden. Betrachtet man allerdings, wer im Unternehmen Terminologie nutzt, wird schnell deutlich, dass es mehr Bereiche betrifft als zunächst vermutet. Terminologie ist nicht nur ein Thema für Spezialisten, wie die Übersetzungsabteilung oder die Technische Dokumentation, sondern bildet für all diejenigen Abteilungen eine wichtige Arbeitsgrundlage, die Texte produzieren: Marketing, Back Office, Kundenbetreuung, Support, usw. 
Damit unternehmensweit die gleiche Terminologie verwendet wird, muss sie zentral und den individuellen Belangen der Mitarbeiter entsprechend, bereit gestellt werden: Für den Übersetzungsprozess oder bei der Erstellung des Ausgangstextes idealerweise über die direkte Integration der Terminologiedaten im Editor und für die Mitarbeiter im Marketing oder in der Kundenbetreuung als einfaches webbasiertes Nachschlagewerk im Intranet.

Der Nutzen im Überblick


Die Vorteile der aktiven und präskriptiven Terminologiearbeit liegen klar auf der Hand: 
Die Zeitersparnis für die Recherche bei terminologischen Problemen reduziert Missverständnisse und ermöglicht es dem Mitarbeiter, effizienter zu arbeiten.
Die konsistente und einheitliche Verwendung von Firmenterminologie (Standardisierung) führt automatisch zu höherer Qualität der Texte und erspart somit Diskussionen unter Mitarbeitern, unzufriedene Anfragen von Kunden sowie Übersetzungsbüros und entlastet damit die Kundenbetreuung bzw. den Support. 
Die frühzeitige Terminologiepflege garantiert eine konsistente Verwendung der Corporate Language in allen Bereichen und vermeidet so kostenintensive Änderungen, die im weiteren Bearbeitungsprozess in allen Dokumenten und Sprachen vorgenommen werden müssten.

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